
Moldflow-Analyse — Wie Simulation DFM-Iterationen reduziert
Ein Ingenieur reicht ein Bauteil zur DFM-Prüfung ein. Der Werkzeugkonstrukteur sieht sechs Probleme. Zwei Wochen und drei Revisionen später wird das Werkzeug freigegeben. T1-Muster kommen — Einfallstellen an drei Positionen, 1,2 mm Verzug, Bindenäht auf SPI A-2 Sichtfläche. Werkzeugumbau: $3.200, +10 Tage. Eine Moldflow-Analyse hätte alle drei Probleme vorhergesagt — für $500.
Was Moldflow simuliert
Füllanalyse
Wie die Schmelzefront durch die Kavität fortschreitet. Ob alle Kavitäten gleichmäßig füllen. Wo Bindenähte entstehen.
Druck und Schließkraft
Erforderlicher Einspritzdruck und Schließkraft. Passt das Werkzeug auf die vorgesehene Maschine?
Bindenäht-Vorhersage
Wo treffen Fließfronten aufeinander? Bei welcher Temperatur? Eine Bindenäht auf einem Schnapphaken ist ein Versagenspunkt.
Lufteinschlüsse und Entlüftung
Wo wird Luft eingeschlossen? Entlüftungskanäle können vor dem Werkzeugbau eingeplant werden.
Kühlung und Verzug
Wie kühlt das Teil ab? Wie stark verzieht es sich? Verzug ist die teuerste T1-Korrektur.
Wann Moldflow sich lohnt
| Szenario | Simulationskosten | Risiko ohne |
|---|---|---|
| Einfaches Teil, gleichmäßige Wanddicke, PP | $400–600 | Gering |
| Teil mit 2:1 Wanddickenvariation, GF-Material | $500–800 | Hoch |
| Mehrfachwerkzeug (8+ Kavitäten) | $800–1.500 | Sehr hoch |
| Kosmetikteil mit Class-A-Sichtfläche | $600–900 | Mittel |
Faustregel: Wenn das Werkzeug mehr als $10.000 kostet, ist eine Moldflow-Analyse wirtschaftlich sinnvoll.